Mr. Hayabusa
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Bericht und Bilder von Mr. Hayabusa´s China-Reise


Geulen / Köhler erobern die Herzen Chinas

Elmar Geulen (Euskirchen) und Jürgen Köhler (Hennef) sind immer für eine neue Actionstory gut.
Die zwei Weltrekordler im High Speed Inline Skaten, gezogen von einer LKM Suzuki Hayabusa 1460, wurden von offizieller Seite Chinas, genauer von dem CCIP – COUNCIL OF TRADE zu der 3. Motorcycle Exhibition in Chongqing (Mittelchina) eingeladen.

Die beiden Rheinländer, aktuelle Weltrekordhalter mit einem Speed von sage und schreibe 281,25 Km/h, waren natürlich hell auf begeistert, das für Sie gänzlich unbekannte China live erleben zu dürfen.
Wer jetzt denkt, dass die zwei sich nur auf der größten Motorradmesse in China präsentieren würden, der kennt diese Speedjunkies nicht.
Nein, es ging vielmehr um einen erneuten Versuch, Ihren eigenen Weltrekord zu Toppen. Die Chinesen hatten weder Kosten noch Mühen gescheut, um mit diesen Extremsportlern ein Event zu organisieren, dass beide Seiten „China als Austragungsland und die zwei Deutschen als Akteure wieder mal nachhaltig in die Printmedien aus aller Welt katapultieren würden.

Geulen / Köhler begaben sich also am 05 April zum Flughafen Frankfurt; seit drei Monaten gingen jetzt schon E- Mails über den großen Teich hin und her. Man hatte einen neuen Weltrekordversuch anvisiert in Chonqing, der größten Stadt der Welt mit unglaublichen 30,9 Mio Einwohnern, sollten die Deutschen etwas bisher noch von keinem Menschen realisiertes möglich machen:

Ein Mensch auf Inliner, gezogen von einem Motorrad mit 300 Km/h mitten duch die Stadt!

Jetzt nahmen die Sportler die Möglichkeit wahr, bei Ihrem Auftritt während der Motorradmesse in Chonqing die vom Goverment ausgesuchte Strecke nicht nur per Video zu studieren, sondern verbindlich eine Entscheidung zu fällen, ob die Hafenstraße ihren Ansprüchen gerecht werden könne.
Nach einem erfrischenden 12 Stundenflug erster Klasse mit Liegesitzen bei Air China, kamen unsere Helden frisch ausgeruht in der Hauptstadt Peking an und waren als erstes dort von den angenehmen Temperaturen überrascht.
Nach ein paar Stunden Aufenthalt ging es per Flugzeug weiter zum Ziel der Reise, dem 1.600 Km entfernten Chonqing in der Mitte von China.

Alleine die Eindrücke, die die beiden aus dem Air China Flieger gewannen; ließen in deren Augen auf eine neue Welt Entdeckung schließen.
Landschaftlich und Kulturell gesehen betraten die Rheinländer neues Terrain.
Nach der Landung in Chonqing, deren Provinz unter anderem mit einer auf ganz China gesehen 40 % Motorradproduktion beteiligt ist, wurden die Neuankömmlinge von einem offiziellen Tross begrüßt und in ein wirklich europäischem Standart entsprechenden Hotel der 5 Sterne Kategorie mit einem dem Lande entsprechenden Musikgruppe willkommen geheißen.

Doch Deutsch bleibt Deutsch, denn nach nun 24 Stunden Reise waren unsere zwei Sportler noch so fit, dass Sie Ihren Stand auf der am nächsten Tag beginnenden Motorrad Messe mit Ihren Photos und Accessoires wie Sturzhelm der Firma Baehr mit Gegensprechanlage und zweiter Haut der Lederkombi und natürlich Jürgens Inliner der Firma BONT incl. seiner X –Socks schmückten. Auch die Riesen LappKabel Fahne, fand einen Platz auf dem Pressestand. Denn auch die Sponsoren sollten Ihren Blickfang bekommen.
Aber dann fielen die beiden auch todmüde in Ihre Betten. Einzig die Zeitumstellung (6Stunden vor Europa) besser bekannt als JETLAG, machte den beiden zu schaffen.
So wachten Sie am Morgen wie gerädert auf. Nach einem hastigen Frühstück ging es auch schon zur Eröffnungsfeier der 3. Motorcycle Exhibition des veranstaltenden „ COUNCIL OF TRADE „ von Chonqing.
Im Gegensatz zu den Europäern lieben die Chinesen das Pompöse. Musikkapellen und Hostessen flankierten den Farbenfrohen Austragungsort von Lobesreden und Freundschaftsbekunden.
Auf gut Deutsch: Wer wichtig war, war da!
Dazu gehörten neben den Deutschen VIPs auch hohe offizielle Vertreter von Herzegowina, mit denen die Chinesen Joint Ventures in der Produktion und dem Vertrieb Ihrer Motorräder planen. Nachdem der Menschenandrang immer größer wurde, hatte man den Eindruck, dass die Organisationsleitung Ihren Zeitplan reduzieren musste - und los ging die Motorradmesse.
MADE IN CHINA:
Auf der mehreren 1000 qm großen Messefläche, sah man vornehmlich Asiatische, beziehungsweise Chinesische Motorräder. Die aber auf eine ganz eigene Landesspezifische Art und Weise ins recht Licht gerückt wurden.
Wunderschöne Chinesinnen, farbig, aber herzhaft wenig bekleidet, räkelten sich auf den Maschinen und luden so die eifrigen Betrachter zum Photoshooting ein.
Ergänzt wurde das ganze noch, indem jeder Aussteller versuchte seinen Messestand mit Heimatklängen musikalisch hervorzuheben. Dies führte jedoch zu einer Akustischen Vielzahl von Klangmelodien; die aber außer unseren beiden Sportlern keiner richtig störte.
Als nun Geulen / Köhler über die einzelnen Messestände gingen und dort auch fleißig Autogramme schreiben mussten; sodass man Ihnen nach kurzer Zeit zwei Security Leute zur Seite stellte, damit Sie überhaupt die ganze Vielfalt der Ausstellungsstände bewundern konnten.
Ja – und dann wunderten Sie sich wirklich….auf einem Chinesischen Messestand „trohnte“ die MÜNCH MAMMUT 2000, also jenes Motorrad dass ein gewisser Thomas Petsch, seines Zeichens Inhaber der „ Münchrechte“ neu kreiert hatte und nach Investition von 25 Millionen DM und einer Herstellung von 15 Unikaten leider die Produktion einstellen musste.
In einem unterhaltsamen Gespräch mit dem Geschäftsführer der Münch GmbH, erfuhren die beiden, dass ursprünglich an eine Produktion von 250 MÜNCH Mammut gedacht worden sei, jedoch man diesen Plan aus „ ökonomischen“ Gründen wieder haben fallen lassen und es bei den 15 hergestellten Maschinen belassen werde.

Somit hat eine Münch Mammut 1,666666 Millionen DM gekostet.
Elmar Geulen; besser bekannt als Zugpferd von Jürgen Köhler und als Mr. Hayabusa hatte sich geschworen, dass seine drei LKM Suzuki Hayabusa mit jeweils 217 PS die letzten Motorräder sein würden, die er als Rennfahrer einsetzen würde.
Doch laut seiner Aussage will er nun doch einmal fremdgehen.
Auf Einladung von Thomas Petsch wird er in den Genuss kommen, eine Münch Mammut 2000 – genauer die Maschine mit Fahrgestell 007 – testen zu dürfen. Es ist im Gespräch diese Traummaschine mit bis zu 300 PS, bei der im September stattfindenden Zweitauflage des „ Werner Rennens „ einzusetzen.
Spätestens dann werden die Arme von dem Inline „Schumi“ Köhler unsäglichen Strapazen ausgesetzt werden. Im wahrsten Sinne des Wortes „Werner Bein hart!"

An dem darauf folgenden Tag erlebten die beiden World Champion eine weitere Überraschung:
Vor der Messehalle wartete eine zwar gebrauchte, aber intakte Kawasaki ZXR 900. Auf dieser ließen Sie, nachdem Sie in Ihre mitgebrachten Rennutensilien geschlüpft waren, ein wahres Feuerwerk an ACTION abbrennen.
Die anwesenden Chinesischen Fernsehsender übertrugen schon Nachmittags die Show Einlage im Fernsehen. Innerhalb eines Tages waren Geulen & Köhler in ganz China bekannt. Denn das hatten die Chinesen noch nicht gesehen, das Motorrad auf dem Hinterrad mit etwa 80 Km/h und Köhler auf seinen Skates hinten dran “mitten durch den Außenbereich der Messe“ und dann noch einen Born out mit Elmar, (hey Jürgen war immer noch hinten dran…!) das es nur so qualmte und zum Schluss auch noch der Reifen platzte ….mega Show!!
Am Donnerstag ging es nach der Messe zu dem eigentlichen Grund Ihrer 20.000 Km Reise:
Sie inspizierten mit der Kawasaki die von offizieller Seite ausgesuchte Strecke mitten durch die Stadt, entlang des Yanzekian. Jürgen Köhler hing auf seinen Bont – Skates hinter der Maschine von Elmar Geulen und die zwei fuhren in Polizei Begleitung im Straßenverkehr auf der ca. 5 Km langen Strecke auf und ab. Nach mehreren Tests kamen beide zu der Entscheidung; wenn alles ordentlich abgesperrt würde, könne man hier einen neuen Weltrekordversuch starten.
Man bedenke, alleine für die Sicherung der Straße würde man bei einem Weltrekordversuch ca. 1500 – 2000 Polizisten benötigen.
In keinem anderen Land der Welt außer China, erhält man solch eine Unterstützung.
Nachdem die beiden Rheinländer nun den offiziellen Teil Ihrer Mission erfüllt hatten, wurden Sie mit einem Landestypischen Diner offiziell verabschiedet und dann ging es mit einem Schiff der 5 Stern Kategorie auf die 660 Km lange Reise nach Yanchin. Endlich ein wenig entspannen…..Geulen / Köhler hatten die zwei Tage und drei Nächte dauernde Schiffsreise als incentive geschenkt bekommen und was Sie bei Ihrer Reise durch die drei Schluchten bis zu dem neu geschaffenen Riesenstaudamm auf dem Yanzekian alles sahen, würde Bücher füllen.
Sie hatten aber auf ihrem First Class Rückflug mit Air China genug Zeit, Ihre unglaublichen Eindrücke halbwegs zu verarbeiten.
Beide freuen sich auf einen erneuten Besuch im Reich der Mitte, dann soll; wenn alle Vorraussetzungen von Chinesischer Seite erfüllt worden sind, der neue Weltrekord im High Speed Skaten hinter einem Motorrad fallen.
MADE IN CHINA

 

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http://www.mr-hayabusa.de - aktualisiert am: 21. April 2017 - IMPRESSUM - KONTAKT - SITEMAP