Mr. Hayabusa
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Bericht vom 53. Bremerhavener Fischereihafen-Rennen

Das erste wichtige Rennen der Saison 2010 liegt hinter Mr. Hayabusa – es war gleichzeitig auch das erste Rennen überhaupt mit dem neuen Fahrwerk von Öhlins und mit neuer Bremsanlage. Das neue Material konnte im Rennbetrieb bestätigen, was sich in den vorangegangenen Tests bereits angekündigt hatte: Es ist fantastisch gut. Original-Ton Elmar: "Auf diesem Motorrad fühle ich mich richtig wohl!"

Allerdings – und diese Tatsache kam für Mr. Hayabusa letztendlich unerwartet – konnten die Testerkenntnisse vom Nürburgring nicht auf das Bremerhavener Rennen übertragen werden. Die beiden Rennstrecken könnten unterschiedlicher nicht sein; der mörderische Buckelkurs des Fischereihafens mit seinen zahlreichen Gullydeckeln und Bodenwellen ist das absolute Gegenteil vom Nürburgring mit seinem Hightech-Racingasphalt. Die auf dem Grand Prix-Kurs in etlichen Testrunden herausgearbeitete Fahrwerksabstimmung erwies sich in Bremerhaven als grundsätzlich zu weich. Leider gelang es in der Kürze der Trainings im Fischereihafen nicht, die optimale Fahrwerkseinstellung zu finden. Die gründlich abgeschliffenen Lichtmaschinendeckel beweisen zwar, dass Elmar fahrerisch alles gegeben hatte – denn mehr ging wirklich nicht.

So reichte es trotz guter Materialvoraussetzungen nur für den 9. Platz. Unter den über 50 Startern in der "Fishtown Open"-Klasse musste auch dieser Rang hart erkämpft werden, denn jeder der Konkurrenten fuhr "mit dem Messer zwischen den Zähnen". Zur Bilanz des Rennentages zählen auch die schweren Stürze mit Verletzungsfolge – 16 Einlieferungen ins Krankenhaus (davon zwei Rettungshubschrauber-Einsätze) sprechen eine deutliche Sprache.
Auch Mr. Hayabusa hätte um ein Haar den Kampf nicht zu Ende führen können: ein böser Highsider zeigte ihn einen Moment lang mit den Füßen über Kopfhöhe. Trotz dieses Beinahe-Handstandes auf dem Lenker (mit dem Kopf vor der Verkleidungsscheibe) blieb er im Sattel, musste aber einige Plätze aufgeben.

Wirklich lobend hervorzuheben ist die Leistung des Siegers Didier Grams, der wie entfesselt fuhr. Mit seiner Fabelzeit von 1:11,511 brannte er einen Streckenrekord in die Piste. So neidlos Mr. Hayabusa den Hut vor dieser galaktischen Leistung zieht – eines sollte man dabei berücksichtigen:
Zieht man den Gewichtsunterschied der beiden Fahrer und ihrer Maschinen in Betracht, dann müsste Grams symbolisch gesehen zwei Zentner Kartoffelsäcke mit an Bord nehmen, um halbwegs gleiche Verhältnisse herbeizuführen. Dennoch – und wie gesagt neidlos: Hut ab, Didier. Gratulation!

Medienseitig begann die Saison 2010 für Mr. Hayabusa und seine Partner mit gleich mehreren Paukenschlägen. Mit dem vierseitigen Interview für MOTODRIVE MAGAZIN (von Galyna Hecker-Petrova) erfuhren nun auch die Leser in der Ukraine, was der "Rockstar des Motorradsports" Mr. Hayabusa und seine Partner in der Welt der Zweiräder Spektakuläres bewegen...

Die deutsche Motorradzeitschrift "Circuit" brachte einen ausführlichen Bericht über die Vorbereitung des Mr. Hayabusa-Teams auf das diesjährige Fischereihafen-Rennen.
Das Hochglanzmagazin "Fastbike" hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Heroes des deutschen Motorradrennsports in jeweils einer Ausgabe ein journalistisches Denkmal zu setzen. Nach der Story über "Mister Superbike" Peter Rubatto widmete Fastbike im aktuellen Heft (Juni/August 2010) nun der Karriere des Rennfahrers Elmar Geulen in seiner Rubrik "Helden" glatte 4 Seiten.

[zu dem Vorbericht über das Rennen]

 

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