Mr. Hayabusa
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25 Jahre Nitrolympics
die größte Dragster-Rennveranstaltung weltweit außerhalb der USA

Public Race Days und Nitrolymp'x – an zwei Wochenenden im Jahr läuft am Hockenheimring alles anders als gewohnt. Es wird nicht wie sonst flott um die Ecken gefahren sondern "nur" geradeaus. Feinstes Dragster-Racing - das ist die minimalisierteste Variante des Rennsports. Über eine Viertelmeile, die sogenannte Quartermile (exakt 402,33 Meter), geht alles nur um eine Frage: Wer passiert als erster die Lichtschranke der Zeit- und Geschwindigkeits-Messanlage.

Immer zwei Fahrzeuge starten gegeneinander - im KO-System trennt sich dann die Spreu vom Weizen; wer als Allerschnellster übrigbleibt hat gewonnen.

Einfach mal für 402 Meter den Fuß auf dem Gaspedal lassen und schauen, dass man am Start gut wegkommt - das hört sich einfach an. Ist es aber nicht. Das wird einem schon theoretisch klar, wenn man die Eckwerte der Leistungen erfährt, die in diesem Sport erzielt werden. In der Königsklasse des Beschleunigungsrennsports legen die Autos die Viertelmeile in Zeiten von knapp über 4 Sekunden zurück. Die Fahrzeuge passieren die Lichtschranke dann mit über 500 Km/h! Nach dem Beschleunigungswert von Null auf Hundert fragt hier niemand - die 100 mph (160 Km/h) werden nach 0,8 Sekunden erreicht.
Beim Start sind die Fahrer Beschleunigungskräften von bis zu 6 G ausgesetzt; die Apollo-Astronauten lebten da bei ihren Starts mit 4 G noch relativ gemütlich. Dagegen sind die Beschleunigungsleistungen der Formel 1-Fahrer ein Kindergeburtstag. In den Motoren der Dragster, die mit Methanol und Nitromethan befeuert werden, entstehen Temperaturen von bis zu 3.500 Grad (zur Erinnerung: bei 1.500 Grad beginnt Eisen zu schmelzen). Mit einem solchen 8.000 PS-Dragster-Boliden ein Viertelmeilen-Rennen zu fahren ist sowas wie der Ritt auf einer Kanonenkugel und erfordert eine selbst für hochklassige Profi-Rennfahrer schier unvorstellbare Fahrzeugbeherrschung. Auch der winzigste Fehler ist in diesen Dimensionen von Kraft und Geschwindigkeit nicht wieder gut zumachen. Bei Dragster-Unfällen überschlagen sich die Fahrzeuge nicht selten zehn/zwanzigmal.

Mr. Hayabusa geht natürlich auf zwei- nicht auf vier Rädern an den Start. Freilich sind auch die Dragster-Motorräder hochgetunte Boliden, die mit Elmars straßenzugelassener Maschine nicht viel mehr gemein haben als die Basis: viele der Starter sitzen auch auf einer Suzuki Hayabusa.
Dennoch gehört Elmars Auftritt in Hockenheim für Zuschauer und Medien einfach dazu. Er hat hier die Popularität eines Rockstars – und wenn man irgendwo einen Auflauf von Fotografen und Kamerateams sieht,ist es meist an seinem Startplatz.

Alle wissen: der erklärte Rundstrecken-Racer aus Euskirchen gibt auch beim Beschleunigungsrennen sein Bestes. Und zwar unter seinen Bedingungen, die sich in einigen Punkten deutlich von denen der Mitstreiter unterscheiden: Anti-Wheely-Gewichte, um ein Aufsteigen des Vorderrades zu vermeiden? Originalton Elmar: "Solange ich Cohones in der Hose habe kommt mir sowas nicht ans Motorrad!" Gleiches gilt für elektronische Wheely-Unterdrücker. Elmars Hayabusa hebt noch im dritten Gang bockig den Vorderreifen und schwänzelt hinten wie ein wütender Alligator (trotz leicht verlängerter Schwinge).

Doch die Unterschiede sind offensichtlich – Elmar überragt am Vorstart seine Konkurrenten um anderthalb Köpfe. Dies liegt nicht an seiner Körpergröße, sondern an den außergewöhnlich tiefen Fahrwerken der Mitbewerber. Die reinrassigen Dragbikes haben einen extrem tiefen Schwerpunkt, der gemeinsam mit dem ultralangen Radstand das Aufrichtmoment beim Dragstart unterdrückt. Keine Chance für Elmar, der praktisch mit dem technischen Serienzustand seines Fahrwerkes auf die Quartermile geht? Oder kann Mr. Hayabusa vielleicht mit einem Plus an Leistung ausgleichen, was ihn fahrwerkstechnisch unterlegen macht? Schließlich bringt seine Hayabusa 400 PS auf den Asphalt. Doch schon die ersten Gespräche mit den anderen Dragster-Piloten verraten: Wieder Fehlanzeige! Elmars direkter Kontrahent im 1/16-Finale der Nitrolymp'x herrscht über 650 PS.
Doch bis hierher hat es Mr. Hayabusa immerhin geschafft: Er bügelte im Public Race die beste Zeit auf die Piste und qualifizierte sich auch für das Top-Event.

Noch heißer als sein Hinterreifen dürfte Elmars Mund gewesen sein, denn die Medienschar an der Rico Anthes Quartermile hatte sich wie immer auf ihren Liebling eingeschossen und jagte ihn von Interview zu Interview. Kaum eine ruhige Minute zwischen den Filmbeiträgen und Fototerminen – Elmars Werbepartner wird es gefreut haben; sie sind wie gewohnt mit dabeigewesen. Siehe auch www.target-actionsport.com

 

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http://www.mr-hayabusa.de - aktualisiert am: 21. April 2017 - IMPRESSUM - KONTAKT - SITEMAP