Mr. Hayabusa
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Mr. Hayabusa beim 55. Fischereihafen-Rennen

Born to be quick:
"Mr. Hayabusa" Elmar Geulen blickt auf 30 Jahre professionellen Motorradsport
von: Internationaler Pressedienst Koch

1982 steht ein 24jähriger Motocrossfahrer auf dem Siegerpodest. Er ist soeben zum vierten Mal Deutscher Meister geworden und vollzieht nun den lang geplanten Wechsel zum Straßenrennsport – seiner wahren Leidenschaft.

2012 – dreißig Jahre und Hunderte Pokale später – ist er "Mr. Hayabusa", einer der bekanntesten Rennfahrer Deutschlands. Ebenfalls ein Jubiläum zelebriert in diesem Jahr sein Partner Hanhart. Die deutsch- schweizerische Manufaktur für Präzisionsuhren kann auf eine 130jährige Historie verweisen, die einige Jahrzehnte lang eine Spitzenrolle in der Motorsport-Zeitmessung einschließt. Grund genug, gemeinsam zu feiern.

Für Elmar war es ein langer Weg, gepflastert mit so ziemlich allen internationalen Rennen, die man auf zwei Rädern bestreiten kann. Und wie so oft im Leben verblassen langsam die schmerzhaften Erinnerungen, um endgültig nur noch den schönen Momenten der Karriere Platz zu machen. (Fast) Vergessen die Stürze und Blessuren; der Flug im Rettungshelikopter über den TT- Track zum Hospital der "Isle of Man"; das hundertmal gebrochene Schlüsselbein. "Es war toll!" schwärmt Elmar. "Ich durfte mit den besten Rennfahrern der Welt um Meter und Sekunden kämpfen. Und nach den Rennen kamen auch Spaß und Party nicht zu kurz."


Rad an Rad mit den ganz Großen des Motorradsports

Ganz so einfach war die Sache freilich nicht, denn Grundvoraussetzung für solche Ehren war stets: Man musste schnell sein. "Meine Wegbegleiter waren schließlich keine Weicheier! Peter Rubatto, der das Pech hatte, nie offiziell Superbike-Champion zu werden und dennoch der einzig wahre 'Mister Superbike' bleibt.

Horst Scherer, der 'Ingenieur' – wir konnten uns als bestes Privatteam bei den '24 Stunden von Le Mans' den vierten Platz in der Gesamtwertung an die Kombis heften. Allrounder Horst Quint und Hardy Schiller, mit denen ich 1990 das legendäre 'Bol d'Or' bestritt, eines der bekanntesten 24-Stunden-Rennen."

Mit den ganz Großen des internationalen Motorradrennsports durfte sich der schnelle Rheinländer auf den härtesten Rennstrecken der Welt messen; teilte sich die Ideallinie mit Joey Dunlop, Steve Parrish, Trevor Nation, Ron Haslam, Mick Grant und dem deutschen TT-Urgestein Klaus Klein.

"Wir waren eine wilde Truppe. Jeder kannte jeden, und allen war es ein paar zünftige Pints Bier wert, wenn wir mal wieder den Mörderkursen von 'Northwest 200' oder der 'Isle of Man' unsere schwarzen Gummistempel aufgebrannt hatten."


Immer wieder Suzuki

Immer eng mit seinem Namen verbunden steht auf Podesten und in Platzierungslisten auch die Marke Suzuki. An den Tank einer Suzuki presst er seine Knie nachts auf der Geraden von Le Mans, um Kraft zu schöpfen für die nächsten Kurven des Langstrecken- WM-Laufs 1984, den er als bester Privatfahrer beendet.

Und auf Suzuki vertritt er sein Land bei den legendären Asien-GPs in Malaysia, Indonesien und Macau; erreicht 1987 den 3. Platz. Der Paukenschlag, mit dem Suzuki 1999 das Modell "Hayabusa" (Japanisch für: Wanderfalke) auf den Markt bringt, ist für Elmar Geulen wie eine zusätzliche Adrenalin- Injektion. "Das erste über 300 km/h schnelle Serienmotorrad! Kontrovers diskutiert, brachiale Leistung, aber als Sporttourer für den Motorsport eigentlich ein bisschen zu schwer. Irgendwie passte das zu mir ..." schmunzelt Elmar. Neben der Rennfahrerei hatte er sich durch intensive Ausübung diverser Extrem- /Kraftsportarten (vor allem Schwergewichtsboxen) ein beachtliches Muskelsystem antrainiert – die Folge: ein schwer auszugleichender Gewichtsnachteil im Motorsport.

Das nötige Plus an Motorleistung offerierte die Hayabusa, jedoch musste sie gehörig abspecken, um im professionellen Rundstreckensport eine Chance zu haben. Kaum jemand wollte ihr anfangs dieses Potential zutrauen. Die besten Tuner der Szene – allen voran Motorradflüsterer Hennes Löhr vom LKM – machten sich entgegen allen Zweiflern ans Werk und präsentierten im Milleniumjahr 2000 eine reinrassige Renn-Hayabusa.

Kurz darauf pflügt der Falke unter 42 Startern (aus 12 Ländern) durchs Feld der DM Pro Superbike, im Sattel Elmar Geulen, der sich auf Gesamtrang 14 platziert. Ein Jahr später wird daraus Gesamtplatz 7 (unter 72 Startern aus 12 Ländern); abgerundet durch den Sieg in der Deutschen Powerbike Serie ist das weit mehr als nur ein Achtungserfolg.

Für die Medien Grund genug, Elmar Geulen den Spitznamen "Mr. Hayabusa" zu verleihen.

Seitdem bringt "Mr. Hayabusa" die sowieso weltweit zum Mythos avancierte Über-Suzuki regelmäßig dort in die positiven Schlagzeilen, wo sie naturgemäß eigentlich nicht zuhause ist: im Rennsport auf der Rundstrecke. Er stellt Weltrekorde auf, steht im Mittelpunkt zahlreicher TV-Specials, verkündet die "Botschaft Hayabusa" auf Messen und Events. Und fräst so manche Spitzenzeit in den klebrigen Boden bekannter Quartermile-Rennen.

Mit dem deutschen Geburtshelfer der Suzuki Hayabusa, Entwickler und Testkoordinator Jürgen Zürn (heute in leitender Position bei der Quattro GmbH), verbindet Falkenbändiger Elmar Geulen bis heute ein freundschaftliches Verhältnis. Wann immer sich die beiden begegnen beginnt sofort ein lebhaftes, von gegenseitiger Achtung geprägtes Gespräch über "ihr Baby". Zürn hat das Ausnahme-Motorrad zur Welt gebracht, und "Mr. Hayabusa" hat ihm auf der Rennstrecke das Laufen gelehrt.


Im "Klein Monaco des Nordens": Bremerhavener Fischereihafenrennen

2003 nimmt er sich vor, endgültig zu beweisen, dass eine Suzuki Hayabusa auch zügig um die Ecken fahren kann. Der wohl verwinkeltste Straßenrennkurs Europas, das Internationale Bremerhavener Fischereihafenrennen, soll ihm dabei als Turnierbahn dienen.

Wer hier startet braucht das Rückgrat einer Panzerechse, jede Menge Testosteron und absolutes Fingerspitzengefühl – ganz sicher aber kein Motorrad, das knapp über vier Zentner wiegt. Rennasphalt? Fehlanzeige. Die holprigen Industriestraßen des Fischereihafens sind mit Kanaldeckeln gespickt. Ein Sturz führt unweigerlich in die Strohballen, die als einzige Streckenbegrenzung die Zuschauer von den Rennfahrern trennen. Auslaufzonen sind hier genauso selten wie arbeitslose Rettungshelfer. Und das ideale Überlebensgerät muss eigentlich leicht, flink und handlich sein.

Trotzdem heißt der Drittplatzierte in der Topklasse (Superbike Open) "Mr. Hayabusa". Das schwerste Bike im hochklassigen Fahrerfeld triumphiert. Ein "alter Hase" auf dem obersten Treppchen hat eine Art Sandkorn im Auge, und 25.000 Fans feiern ihren Helden, der hier bereits 1983 sein allererstes Straßenrennen gewann.

2006 macht der Tausendsassa aus Euskirchen die Überraschung perfekt und gewinnt mit seiner LKM-Hayabusa das Fischereihafenrennen bravourös.

Aber die "jungen Wilden" geben den Falken ab jetzt zum Abschuss frei. Ganze Schwärme ultraleichter Super-Racer fallen über ihn her, scheinen nur ihn schlagen zu wollen. Die Hayabusa muss doch zu knacken sein ...

2008 bläst Elmar Geulen zum Hattrick, fährt noch einmal den Sieg heraus und bringt die Konkurrenz schier zum Verzweifeln. Tausende von Fans freilich sind aus dem Häuschen und stellen sich stundenlang brav für ein Foto mit "Mr. Hayabusa" an.

"Mr. Hayabusa" war bereits ab Dienstag (21.05.12) in Bremerhaven, um vor Ort im Rahmen der Vorberichterstattung offizielle Termine wahrzunehmen. In den Tagen bis zum Pfingst-Rennwochenende hat er im Fitness- u. Wellness-Center "proAktiv" sein tägliches Training absolviert.

Elmar Geulen: "Die unmittelbare Nähe zur Rennstrecke, die tolle Lage direkt im 'Schaufenster Fischereihafen' sowie die kompetente sportliche Betreuung waren für die Auswahl des Trainingspartners maßgebend."

Wie jedes Jahr wurde zu Pfingsten seitens Skillskin unter Federführung von Stefan Röttgers Elmars „zweite Haut“ mit aktuellen Sponsorpartnern von 2012  der Öffentlichkeit präsentiert. 30 Jahre Straßenrennsport stehen hier zu feiern an- deshalb überwiegt neben den einzelnen Cooperate Identity der Sponsorenlogos hauptsächlich die Farbe GOLD.

Ein künstlerisches Machwerk. Herzlichen Dank an das ganze Skillskin-Team und an die Firma HELD.

 

Das Interview mit "Mr. Hayabusa" Elmar Geulen zum Bremerhavener Fischereihafenrennen 2012


Internationaler Pressedienst Koch (IPK):

"Das Fischereihafenrennen 2012 hat einmal mehr gezeigt, dass in 'Fishtown' die Rennuhren anders ticken als überall sonst. Selbst die kölsche Legende aus der IDM- Toni Heiler - immer einer der heißesten Anwärter auf einen Sieg - musste sich letztendlich der harten Strecke beugen und stürzte in der letzten Runde seines Zeittrainings, obwohl er die Pole Position schon sicher hatte. Ist der knallharte Hafenkurs wirklich so etwas Besonderes?"


Mr. Hayabusa:

"Genauso ist es, und wir, die 'Stammfahrer' hier, wissen das nicht erst seit gestern. Das Fischereihafenrennen findet auf einem Mutkurs statt. Man kann sich hier nicht ausschließlich mit exzellenten Fahrkünsten behaupten, sondern braucht zusätzlich noch eine gehörige Portion Mumm. Toni Heiler ist ein von mir hochgeschätzter Fahrer, der für manche Bestzeit in Bremerhaven verantwortlich zeichnet. Er hat wie gewohnt alles gegeben und fuhr ein fantastisches Zeittraining. Er hatte dann im Grenzbereich Pech, mit dem man als Rennfahrer immer auch leben muss. Ich freue mich, dass wir ihn nach dem Sturz letztendlich wohlbehalten wiedersehen konnten."


IPK:

"Du bist im ersten Rennen auf Platz 9 und im zweiten Rennen auf Platz 7 gelandet, eine tolle Leistung aus unserer Sicht. Aber du siehst nicht ganz zufrieden aus?"


Mr. Hayabusa:

"Das stimmt insofern, als ich natürlich als Ziel einen Podiumsplatz im Visier hatte. Wie es ganz oben auf dem Siegertreppchen des Fischereihafenrennens aussieht weiß ich ja nach mehreren Siegen, die ich hier erringen konnte. Aber auch ich brauche hier das berühmte Quäntchen Glück, gerade weil ich mit dem absolut schwersten Motorrad im Fahrerfeld unterwegs bin.
Leider musste ich das letzte Zeittraining wegen eines Problems abbrechen und fiel so kampflos von Startplatz 6 auf  letztlich Startplatz 13 und musste deshalb bei beiden Rennen von Startplatz 13 dem Kampf um die Plätze aufnehmen.
Im Rennen selbst ereignete sich dann ja in der ersten Kurve ein Crash, in den mehrere Fahrer verwickelt waren. Als ich mich auf diese Kurve einrichtete hörte ich bereits hinter mir ein unheilverkündendes Geräusch. Ich wusste sofort, dass hier gleich jemand rausfliegt und musste mich blitzschnell für ein Durchkomm-Manöver entscheiden. Die Auswertung der Zeitlupe zeigte im Nachhinein: ich hätte hier noch ein oder zwei Plätze gutmachen können. Das wäre aber mit einem unvertretbaren Risiko für die gestürzten Fahrer verbunden gewesen. Niemand wurde ernsthaft verletzt - das ist das Wichtigste."


IPK:

"Beim Betrachten der Ergebnisliste fällt auf, dass vor dir drei BMW-Motorräder platziert sind. Eines davon pilotiert von Marc Wildisen, einem sehr schnellen Mann aus der Schweiz. Kannst du mit der Hayabusa eigentlich gegen die BMW-Superbikes konkurrieren?"


Mr. Hayabusa:

"Ich fühle mich auf meiner LKM-Suzuki Hayabusa wohl und kann damit nachgewiesenermaßen einiges bewegen. Aber man muss schon ehrlicherweise zugegeben, dass momentan im Superbike-Racing die BMWs das Maß aller Dinge sind. Dagegen hat zurzeit eigentlich kein Hersteller ein probates Mittel."


IPK:

"Dieses Jahr bist du für 'Didis Motorradcenter' aus Bremervörde gestartet, im engen Schulterschluss mit Suzuki International Europe. Wie war die Zusammenarbeit?"


Mr. Hayabusa:

"Ich denke, jeder einzelne der über 20.000 Zuschauer (Ang. des Veranstalters) konnte sich davon überzeugen: wir alle haben hier einen spektakulären Auftritt hingelegt. Didi ist ein kompetenter Motorradhändler und ein toller Mensch. Die Zusammenarbeit mit ihm und mit Suzuki hier vor Ort hat den Fans ermöglicht, meine Rennmaschinen zu bestaunen und sich dann in unmittelbarer Nachbarschaft nach Modellvarianten, Preisen und Finanzierungsmöglichkeiten zu erkundigen. Eine gelungene Symbiose - für Rennsportfans wie für Kaufinteressenten. Es hat mich stolz gemacht, da mithelfen zu dürfen."


IPK:

"Das Jahr 2012 bringt für dich ein besonderes Jubiläum: 30 Jahre professioneller Motorsport. Mit dir werden Fans, Partner und Medien feiern. Was werden die Highlights dieses Jubiläumsjahres sein?"


Mr. Hayabusa:

"Wir wollen natürlich noch nicht allzu viel verraten. Zunächst einmal lade ich alle Fans ein, mich anlässlich der 'European Suzuki Days' am Hockenheimring zu besuchen (6.7. - 7.7. 2012)
Eine wirklich empfehlenswerte Veranstaltung, in deren Rahmen man viele nicht alltägliche Attraktionen erleben kann.
Weiterhin steht wieder mindestens ein Weltrekordversuch auf dem Plan. Und vieles mehr, über das ich leider noch nicht sprechen darf. Verfolgt einfach meinen Newsletter."

 

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http://www.mr-hayabusa.de - aktualisiert am: 21. April 2017 - IMPRESSUM - KONTAKT - SITEMAP